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Was wir tun

Was

Als wir anfingen, uns aktiv für den Schutz der Meere einzusetzen, merkten wir schnell, dass es sich dabei um ein äußerst facettenreiches Gebiet handelt.

Foto: Regmann / PBS

Unseren ersten aktiven Einsatz hatten wir bereits bevor der Verein als solcher eingetragen war. Eine schlimme Ölpest führte uns im Winter 1998 an die deutsche Nordseeküste. Genauer gesagt auf die Inseln Föhr und Amrum. Dort lief der Holzfrachter "Pallas" brennend auf eine Sandbank und verlor mehrere Tonnen Schweröl, die ungehindert ins Meer und ins Watt ausliefen. Relativ blauäugig luden wir Schaufeln und Eimer in unsere Autos und fuhren los. Vor Ort angekommen mussten wir feststellen, dass das Reinigen der Strände nicht so einfach und auch nicht erlaubt war. Bis dato hat sich niemand bei uns Gedanken darüber gemacht, dass ein ungeschultes Betreten des sensiblen Watts und somit das unausweichliche Eintreten des Schweröls in die Sedimente die Situation eher verschlimmert, als das es hilfreich wäre. Auch haben wir uns zuvor natürlich nicht mit unerlässlichen Fragen wie beispielsweise das selbstverständliche Tragen von ppe (Personal Protective Equipment) beschäftigt. Dennoch sollte dieses erste Auftreten im Rahmen einer Ölpest der Startschuss für unsere weitere Arbeit zum Schutz der Meere sein. Denn schnell bekamen wir mit, dass nicht nur die Küste vom Öl verschmutzt war, sondern auch zahllose Seevögel. Zu diesem Zeitpunkt hatte man in Deutschland wenig Expertisen und Erfahrung im Umgang mit ölkontaminierten Wildtieren.

Foto: PBS Archiv

Dieses zu ändern sollte ab sofort ein Steckenpferd unserer Gruppe werden. Auf dieser Webseite wird unter der Rubrik„ÖLPEST“ genauer geschildert, was wir seit unserem ersten Einsatz an der Nordsee in diesem Bereich alles geleistet haben und mit welchem internationalen Netzwerk wir mittlerweile zusammenarbeiten…

Foto: PBS-Archiv

Unsere Liebe zu den Meeren wurde zweifelsohne durch so wunderbare Geschöpfe wie Wale und Delfine oder Robben und Seevögel hervorgerufen. Es gibt glücklicherweise einige wirklich gute Initiativen und Verbände, die sich speziell gegen die Haltung von Meeressäugern in Zoos und sonstigen Etablissements engagieren. Auch gibt es spezialisierte Vereinigungen, die sich beispielsweise für die Rettung der Tiefsee, gegen die Überfischung oder aber gegen den Walfang einsetzen. All diese Arbeiten unterstützen und begleiten wir ebenfalls; jedoch entschieden wir uns dazu, weitere Nischen des Meeresschutzes herauszusuchen und uns darauf zu spezialisieren.

Foto: Regmann / PBS

Neben der Arbeit zum Schutz verölter Wildtiere fokussieren wir unsere Kraft in einer Kampagne mit dem Namen „Müll im Meer geht uns alle an“. Es dringt erst allmählich an die Weltöffentlichkeit, welch verheerende Auswirkungen die Verschmutzung der Gewässer inklusive unserer Meere auf die Tiere und die Natur haben. HIER können Sie mehr über unsere Kampagne erfahren.

 Foto: Regmann / PBS

In unserem Mitgliedsheft "Wild-Ocean-Report", sowie in verschiedenen Newslettern informieren wir unsere Fördermitglieder über unsere Arbeit und über aktuelle Geschehnisse. Wir würden uns freuen, wenn auch Sie unseren Verein als Fördermitglied unterstützen würden. Einen Mitgliedsantrag bieten wir HIER zum download an.

 Foto: Regmann / PBS

Nun folgt eine Übersicht der Orte, an denen wir im Rahmen unserer Meeresschutzarbeit schon gewesen sind, sowie eine Kurzbeschreibung einiger Aktionen:

 Karten: University of Texas Libraries

- Zusammenarbeit mit diversen Wildtierstationen in NRW, Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein

- Müllsammelaktionen an deutschen Küsten und Gewässern

- New Orleans: Teilnahme und Redner bei der 11. internationalen „Effects of Oil on Wildlife“ Konferenz

- Kalifornien: Mitarbeit in einem spezialisierten Wildlife Center

- Nord- und Ostsee: Einsätze anlässlich diverser Ölschadensfällen, bei denen Wildtiere in Mitleidenschaft gezogen wurden

- Schottland: Recherche Aquakultur und zur Situation der Vermüllung der Meere

- Frankreich: Ölpest verursacht durch den Tanker „Erika“

- Färöer Inseln: Recherche bezüglich des Walmords auf den Inseln

- Norwegen: Vier Einsätze zur Rettung verölter Seevögel

- Estland: Ölpest in der Ostsee; Teilnahme an der 10. EOW Konferenz

- Galizien: Ölpest verursacht durch den Tanker „Prestige“

- Wir informierten bereits vielfach über diverse Meeresschutzthemen im lokalen Umfeld in NRW im Rahmen von Ausstellungen, Infoständen sowie durch  Vorträge

- Teilnahme an diversen Demonstrationen zum Schutz der Meere

- Mitarbeit im Global Oiled Wildlife Response System

- Mitarbeit im EUROWA-Module (Infos unter: oiledwildlife.de)  

- Mitarbeit in einer Seehundstation in Ostengland

- Irland: Teilnahme an Fachkonferenzen sowie Durchführung verschiedener Workshops

- Köln und Düsseldorf: Betreuung von Ölvögeln durch chronische Verschmutzungen

- Mehrere Aktionen zur Rettung verölter Seevögel in der Rehabilitationsstation im Westküstenpark St. Peter-Ording, sowie eine Informationsveranstaltung im Rahmen des Westküstenfestivals

- Helgoland: Recherche des Vermüllungsgrades an der Basstölpel-Brutkolonie

- Hamburg: Ausstellung zum Thema Meeresschutz im Elbe-Einkaufszentrum, Teilnahme an verschiedenen Meeresschutzsymposien in Hamburg, sowie an einer Ölwehrübung des Technischen Hilfswerks.

- Durchführung von Lehrgängen über die Rehabilitation verölter Seevögel sowie diverse Fachkreistreffen.

- Mitarbeit in einer niederländischen Seehundstation

- Southampton: Teilnahme an einem Fachlehrgang; Zusammenarbeit mit OSRL (Oil Spill Response Limited) im Zusammenhang mit der Anschaffung eines OW response stock piles

- Demonstrationen anlässlich des Treffens der Internationalen Walfangkommission IWC

- Demonstration auf der Internationalen Tourismus-Börse gegen Robbenjagd in Kanada. Auch übergaben wir bereits ca. 20 000 Unterschriften gegen diese Jagd an die kanadische Botschaft in Berlin.

- Einsatz im Rahmen einer Ölpest in Griechenland

- Anlässlich der alljährlichen Tötungen von zig Tausenden Robben in Kanada nahmen wir an einer Veranstaltung am Tiergerichtshof in Genf teil.

- Demonstration gegen den Walfang der Makah-Indianer in den USA

- Einsatz anlässlich einer Ölpest auf den dänischen Inseln Falster und Mon

- Einsatz anlässlich einer Tankerhavarie in der Türkei

- Vortragsreisen Bundesweit

- Vorträge in Volkshochschulen und andren Bildungseinrichtungen 

- Pool of Expertise Meetings veranstaltet durch die Sea Alarm Stiftung

- Oostende: Fachtrefffen der Arbeitsgruppe sowie Einsätze anlässlich einer Frachterhavarie

- Seevogelrettungsstation in Nordholland: Zusammenarbeit bei drei verschiedenen Öleinsätzen

- Hannover: Demonstration gegen Färinger Walmord; Recherche zur Aquakultur auf der Landwirtschaftsausstellung