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  • Foto: Regmann / PBS
  • Karen Varndell 2008 / Marine Photobank
  • John Rafferty Photography/Marine Photobank
  • Chloe Wells / Marine Photobank

Wale & Delfine

Wale & Delfine

Wissenswertes über Wale und Delfine

Wale, Delfine und Tümmler werden bereits seit dem Altertum unter der Bezeichnung „Cetaceen“ zusammengefasst, was soviel wie "Meeresungeheuer" bedeutet. Die Meeressäuger entwickelten im Laufe ihrer Evolution ein tiefes soziales Verhalten. Im Zentrum der Gruppen steht oftmals ein weibliches Tier; einige Walarten bilden gar lebenslange Gemeinschaften. Im Laufe von Millionen Jahren passten sich die Cetaceen perfekt an ihren Lebensraum an und entfernten sich vollkommen von ihrer ursprünglichen Abstammungsart. Während das Auge als Sinnesorgan etwas an Bedeutung verlor (Wale sind farbenblind) , entwickelten sie andere effektivere Möglichkeiten, um ihren Lebensbereich Ozean zu erobern. Cetaceen kommunizieren in einem breiten Frequenzbereich, wobei die Dichte des Wassers diese Nachrichten über Hunderte von Kilometern übertragen kann. Wie die Cetaceen die große Palette von Lauten erzeugen und wie sie diese wahrnehmen, ist noch relativ ungewiss. Viele Walarten haben weder Stimmbänder noch Ohren wie wir diese von uns oder von anderen Säugetieren kennen. Wale haben es zudem im Laufe ihrer Entwicklung geschafft, die Magnetfelder der Erde wahrzunehmen. Dank dieses Biomagnetismus können sie sich auf ihren langen Wanderungen an den Magnetfeldlinien der Erde orientieren.

Wale und Delfine werden grob in zwei Unterordnungen unterteilt. Es gibt die Bartenwale und die Zahnwale. Diese beiden Unterordnungen unterscheiden sich in einigen Punkten und sind leicht auseinander zu halten.

 Foto: Karen Varndell / Marine Photobank

Zu den Bartenwalen zählen alle Großwale, mit Ausnahme des Pottwals, der mit bis zu 18m Länge der größte Zahnwal ist.

Wale der Unterordnung Bartenwal besitzen keine Zähne. Sie nehmen ihre Nahrung mit Hilfe von Barten auf. Barten sind Hornplatten, welche vom Oberkiefer herabhängen und es den Walen ermöglichen, ihre Nahrung aus dem Wasser heraus zu filtern. Diese Barten sind von Art zu Art unterschiedlich groß und auch in unterschiedlicher Anzahl vorhanden. Eine Besonderheit bei den Zahnwalen ist die Echoortung. In schlammigen oder dunklen Bereichen konnten sich die Tiere wahrscheinlich nicht ausreichend orientieren und haben daher im Laufe ihrer Existenz die Echoortung entwickelt. Die Tiere stoßen einen Schallimpuls aus, welcher auf ein Hindernis trifft und von diesem zurückgeworfen wird.

Dies ist eine sehr grobe Umschreibung, denn die Tiere können aus den zurückkehrenden Schallwellen nicht nur die Position eines Hindernisses ermitteln, sondern auch dessen Struktur und Beschaffenheit.

Ein weiterer Unterschied zwischen Zahnwal und Bartenwal ist das Blasloch. Zahnwale besitzen nur ein Blasloch, wohingegen die Bartenwale über zwei verfügen. Die beiden Unterordnungen Zahnwal und Bartenwal werden wiederum in verschiedene Familien unterteilt.

Zu den Zahnwalen zählen außer dem Pottwal, dem kleinen Pottwal und dem Zwergpottwal, viele kleinere Walarten, sowie alle Delfin- und Tümmlerarten. Die bekanntesten Delfine sind wohl die großen Tümmler und die Schwertwale. Letztere sind die größten Vertreter der Delfine. Der zu unrecht als „Killerwal“ beschriebene Schwertwal wird allgemein als Orca bezeichnet.

 Foto: Paul Chetirkin / Marine Photobank

Wale und Delfine leiden unter der direkten Bejagung durch den Menschen. Sie sind jedoch auch durch die Fischerei bedroht. In riesigen Treib-, Schlepp- oder Stellnetzen ertrinken Hunderttausende Meeressäuger jedes Jahr. Auch vor der deutschen Küste in der Nord/- und Ostsee sind die Meeressäuger nicht sicher vor dieser Gefahr. Viele Schweinswale verheddern sich alljährlich in den feinmaschigen Netzen der Fischer und sterben einen qualvollen Erstickungstod.

Besonders die in Küstennähe oder in Flussmündungen lebenden kleineren Walarten wie etwa Schwertwale, Belugas, Schweinswale und Flussdelfine sind in besonderem Maße von den Folgen der Meeresverschmutzung betroffen. Die Einleitung von giftigen Substanzen in die Meere zu stoppen wird eine der größten Herausforderungen für dieses Jahrhundert sein. Nicht nur für den Erhalt der Artenvielfalt in den Meeren ist dies unerlässlich, denn auch wir Menschen selber sind hierdurch stark gefährdet…

 Foto: Marcia Moreno-Baez / Marine Photobank

Wale und Delfine in Gefangenschaft

Ein Leben für die Unterhaltungsindustrie

Besucher von Wal- und Delfinshows erliegen schnell dem Bann der Tiere während einer Vorführung. Es scheint eine besondere Leichtigkeit und eine spezielle Atmosphäre vorzuherrschen. Wenn man sich jedoch mehrere Shows unmittelbar hintereinander anschaut und genauer auf das Verhalten der Tiere und der Betreuer achtet, wird schnell klar, dass sich strikt erlernte Verhaltensweisen hinter dieser Leichtigkeit verbergen. Im sich ständig wiederholenden Pfiff-Sprung-Belohnung-Schema wird der trübe Alltag immer offensichtlicher.

Delfine sind lebensfrohe Tiere. Sie führen in Freiheit ein Leben ohne Angst, da sie kaum natürliche Feinde besitzen. In Gefangenschaft führen sie ein Leben in einer künstlichen, gechlorten, winzigen Welt - meistens ohne direktes Sonnenlicht. Den Tieren fehlt es an Reizen und Abwechslung, wie es ihnen im Meer geboten wird. Durch die viel zu kleinen Betonbecken schwimmen die Tiere meist nur im Kreis und zeigen mit der Zeit schwere Verhaltensstörungen auf. Es gibt kaum Rückzugsmöglichkeiten, statt dessen nur der ewige Lärm von Filterpumpen und Vorstellungsmusik.

Damit bei der Belustigung der Besucher auch nichts schief geht, müssen die Tiere eine leidvolle Dressur durchleben. Die Methoden bei der Dressur sind vielfältig. Häufig werden Delfine hungrig gehalten, und sind dadurch gezwungen, die gewünschten Kunststücke vorzuführen - als Belohnung gibt es Futterhäppchen. Die Verweigerung von Kunststücken wird mit

Futterentzug bestraft. Aber auch Isolierung von anderen Tieren und das Ignorieren wird als Bestrafung eingesetzt. Dies ist eine psychische Folter.

Das alles hat nur den Sinn, dass Delfine dem Publikum ein Liedchen trällern, Brillen und Hüte tragen und Küsschen verteilen. Dabei wird den Tieren jede Würde genommen. Die am meisten in Delfinarien gehaltenen Tiere sind Große Tümmler (Tursiops truncatus), vielen Menschen als "Flipper" aus der gleichnamigen Fernsehserie bekannt. Diese Delfinart gilt als großer Sympathieträger. Zudem scheint die Gesichtsmimik der Tiere ein ständiges Lächeln zu vermitteln. Fakt ist jedoch, dass der Große Tümmler anatomisch nicht in der Lage ist, seine Mimik zu ändern (selbst ein totes Tier scheint optisch noch immer zu lächeln).

 Foto: PBS Archiv

Als stark gewinn bringende Attraktion haben sich seit vielen Jahrzehnten die bis zu 9 Meter groß werdenden Schwertwale (Orcinus orca) in Vergnügungs- und Meeresparks etabliert. Überlebensquoten bei neugeborenen Tieren sowie die Lebenserwartung wurden generell in den vergangenen Jahren etwas erhöht. Dennoch gibt es eine hohe Rate an Totgeburten und Säuglingssterblichkeit.

Unser Tipp:

Lassen Sie sich nicht von modernen Parks und schön bepflanzten Anlagen blenden! Die Tiere ertragen in Gefangenschaft täglich Qualen! Das Vergnügen für den Zuschauer wird auf dem Rücken der Tiere ausgetragen. Es wäre wünschenswert, wenn Gelder nicht für solche Shows, sondern stattdessen für wichtige, langfristige Schutzprojekte in freier Wildbahn ausgegeben werden würden.

Walfang

Die historische Entwicklung des Walfanges

Als erster „Naturforscher“ erwähnte Aristoteles die Wale und Delfine. Delfine waren für die Griechen der Antike etwas Heiliges. Einen großen Wal bekamen die Menschen hingegen nur zu Gesicht, wenn dieser bereits tot oder sterbend an die Küste getrieben wurde. Abgesehen von den Inuit des Nordens machten wohl als Erste die Basken Jagd auf Wale. Erst nur in Küstennähe, später dann immer weiter auf der offenen See. Da Wale kaum natürliche Feinde haben, ließen diese die Basken in ihren kleinen Ruderbooten nahe an sich herankommen und waren somit eine leichte Beute für die Walfänger. Das Öl, welches die Basken aus dem Speck der Wale kochten, verkauften sie an holländische und englische Händler und weckten so deren Interesse an den „schwimmenden Schatzkammern“.

 Foto: NOAA Archive

Neben den holländischen und englischen Pionieren mischten auch dänische, deutsche, spanische und französische Walfänger im nordischen Meer rund um Spitzbergen mit. Zeitlich gesehen befinden wir uns hierbei im 17. Jahrhundert. Im darauf folgendem Jahrhundert waren bereits viele Walpopulationen derart überjagt, dass vielfach auf den „Robbenschlag“ (Jagd auf Robben) ausgewichen wurde. Später hatten dann auch amerikanische und norwegische Waljäger einen großen Anteil am Verschwinden der Wale. Gejagt wurde zudem nicht mehr nur regional begrenzt, sondern weltweit.

Mit den Fortschritten im Schiffsbau und dann in der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts mit dem Übertragen des Prinzips der Feuerwaffe auf die Harpunentechnik schreitet letztendlich die fast gänzliche Ausrottung der Wale einher. Mit dem Einsatz wendiger, dampfangetriebener Schiffe, hatten auch schnelle Walarten, wie z.B. Finn- und Blauwale, keine Chance mehr. Zuerst waren es die Grönlandwale und die Nordkaper, welche fast vollkommen vernichtet wurden. Auch die Grauwal-Population des Nordatlantiks wurde vollkommen ausgerottet. Pottwale waren aufgrund der großen Menge „Walrat“ in ihren eckigen Schädeln und Blauwale aufgrund ihrer Größe sehr begehrt bei den Walfängern.

Ein Blauwal wiegt mit 130 Tonnen Gewicht soviel wie ca. 1700 Menschen. In seinen Adern fließen über 7000 Liter Blut; alleine das Muskelfleisch hat ein Gewicht von fünf Tonnen, die Knochen wiegen 26 Tonnen und aus dem Speck ließen sich nach zehn Stunden Kochdauer über 10.000 Liter feinstes Maschinen- oder Lampenöl gewinnen. In der damaligen Zeit brachte dies ein Vermögen ein.

Das Zeitalter der Industrialisierung basiert zum großen Teil auf der Tötung der Wale. Es gab kaum eine Maschine, welche nicht mit Walöl betrieben oder geschmiert wurde. Aber auch zu vielen anderen Produkten wurden Wale verarbeitet. Hier einige Beispiele: Seife, Shampoo, Reinigungsmittel (auch HENKEL (Persil) - hatte eine eigene Walfangflotte), Margarine, Speisefette, Lippenstifte, Eiscreme, Buntstifte, Farben, Schuhcreme, Möbelpolitur, Kerzen, Glyzerin und Vieles mehr. Aus den Barten (Fischbein) der Wale fertigte man u.a. Regenschirme, Korsettstangen, Reifröcke, Angelruten.

 Foto: NOAA Archive

Auch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts fand ein kaum reglementierter Walfang statt. Jedoch erhellte mittlerweile Petroleum die Zimmer der Häuser und Waltran, sowie andere Walerzeugnisse verloren immer mehr an Bedeutung.

Im Jahre 1946 wurde dann die Internationale Walfangkommission (IWC) gegründet. Doch diese sollte sich erst einmal nicht um den Schutz der Wale kümmern, sondern um die Bewirtschaftung der Walbestände. Bis zum heutigen Tag ist der Walfang leider noch nicht ad acta gelegt. Allen voran stehen die Walfangnationen Japan und Norwegen, die wegen ihrer andauernden Jagd auf die Riesen der Meere ein trauriges Kapitel der Menschheitsgeschichte aufrecht erhalten…

IWC

Die internationale Walfangkommission

Im Jahre 1946 wurde die Internationale Walfangkommission mit der Aufgabe ins Leben gerufen, die Jagd auf Großwale weltweit zu regulieren - wobei nicht der Schutz der Tiere das Ziel war, sondern lediglich der Ressourcenschutz. Zu Gründungszeiten der IWC hatte diese 14 Mitgliedsstaaten. Um Beschlüsse auf den jährlich stattfindenden Meetings zu fassen, wird eine Zweidrittelmehrheit benötigt. Anfänglich waren in der IWC nur Walfangnationen vertreten. Heute (89 Mitgliedsstaaten) sind ebenfalls Nationen Mitglied, welche keine Jagd auf Meeressäuger betreiben. Neben dem Ressourcenschutz hatte die bei den frühen Treffen der IWC beschlossene Quotenregelung auch einen anderen Grund. Durch das Massenschlachten der Wale in der Mitte des letzten Jahrhunderts wurde der Markt mit Walöl überschwemmt. Dies hatte zur Folge, dass die Preise rapide in den Keller gingen. Diesem Trend sollte mit gesenkten Abschussquoten entgegengetreten werden.

 Foto: Regmann / PBS


Allerdings änderte sich in den ersten Jahrzehnten nach Inkrafttreten der Quotenregelung nicht viel an der Situation des Walfangs. Die ersten Quoten wurden in Blauwaleinheiten vergeben. Eine Blauwaleinheit entsprach einem Blauwal, oder zwei Finnwalen, oder zweieinhalb Buckelwalen usw.. Diese Regelung berücksichtigte nicht die einzelnen Bestandszahlen der verschiedenen Arten und führte bei Großwalen zu drastischen Rückgängen in der Population. Dies hatte zur Folge, dass die Jagd auf Buckelwale der südlichen Hemisphäre 1963 verboten wurde. 1967 folgte ein Verbot für die Jagd auf Blauwale der südlichen Hemisphäre. Erst 1981 wurde die Jagd auf sämtliche Bestände der Pottwale verboten.

1974 beschloss die IWC neue Richtlinien für den Fang von Walen. Doch da keine Daten über die Bestandszahlen der Großwale vorlagen, wurden wiederholt zu hohe Quoten für die Jagd vergeben, so dass die Bestände weiter zurückgingen. Fünf Jahre später wurde erstmals ein Beschluss zum Schutz der Wale verabschiedet. Der gesamte Indische Ozean wurde zum Schutzgebiet deklariert.

Erst 1982 kam es zum „Durchbruch“ für den Schutz der Wale. Der Vorschlag der Seychellen, ein Moratorium für die gesamte kommerzielle Waljagd einzurichten, wurde angenommen. In Kraft getreten ist dieses Moratorium allerdings erst 1986. Leider befinden sich in der Reglementierung der IWC Schlupflöcher, die es ermöglichen, auch heute noch Wale zu erlegen.

So kann man beispielsweise gegen diesen Beschluss Einspruch zu erheben. Diesen Weg wählte Norwegen. Japan wählte einen anderen Weg, um die Teller in heimischen Restaurants mit Walfleisch zu füllen. Sie deklarieren ihren Walfang als "wissenschaftliche" Notwendigkeit. Wissenschaftlicher Walfang ist von der IWC nicht verboten. Allerdings wurde Japan von der IWC schon mehrmals darauf hingewiesen, dass ihr Walfang den Kriterien der IWC für wissenschaftlichen Walfang nicht entspricht. Selbst Resolutionen gegen diesen wissenschaftlichen Walfang ignoriert Japan.

Um ihre Kräfte zu fokussieren gründeten einige Walfangbefürwortende Nationen (Norwegen, Island, Grönland und die Färöer Inseln) 1992 die North Atlantic Marine Mammal Commision (NAMMCO). Diese soll der IWC konkurrieren. Allerdings besitzt der Zusammenschluss von Pro - Walfangnationen keine Befugnis, um Entscheidungen über den Walfang zu fällen.

Im Jahr 1994 wurde in der Antarktis ein 50 Millionen Quadratkilometer großes Gebiet zum Walschutzgebiet erklärt. Leider wurde dies von den Japanern wohl nicht wahrgenommen. Diese töten auch heute noch Wale im Walschutzgebiet - natürlich aus "wissenschaftlichen" Gründen.

Ein anderes Kapitel ist die Jagd auf Kleinwale. Diese ist bislang nicht wirklich durch die Internationale Walfangkommission reglementiert. Zwar gibt es einige Ansätze, wie die "Berliner Initiative" von 2003 aber dennoch geht das Töten von Kleinwalen (z.B. Pilotwale, Delfine und Schweinswale) an vielen Orten weiter. Neben der direkten Bejagung durch den Menschen sind Kleinwale in hohem Maße durch Umwelteinflüsse, sowie als Beifang in der kommerziellen Fischerei gefährdet.

 Foto: PBS Archiv

Bei den IWC - Sitzungen der vergangenen Jahre wurde offiziell bekannt, dass Japan die Stimmen einiger Länder kauft. Der zuständige Minister des Karibikstaates Dominika beispielsweise trat zurück, da er es sich nicht länger von Japan vorschreiben lassen wollte, wofür bzw. wogegen er zu stimmen hat. Dieser Stimmenkauf Japans, getarnt als Entwicklungshilfe, hat beispielsweise dazu geführt, dass der Antrag von Australien und Neuseeland, der zum Ziel hat, im Südpazifik ein 12 Millionen Quadratkilometer großes Schutzgebiet für Wale einzurichten, bereits seit mehreren Jahren abgelehnt wird. Die nötige Mehrheit wird leider durch die wirtschaftlich von Japan abhängigen Staaten vereitelt.

Seit einigen Jahren wird auch über ein Bewirtschaftungsverfahren beraten, welches langfristig eine Rückkehr zum kommerziellen Walfang bedeuten könnte. Dieses Bewirtschaftungsverfahren stößt auf herbe Kritik sämtlicher NGO´s, da es sich in der Praxis nicht durchführen lassen würde.

 Foto: NOAA Archive

Der Blick in die Zukunft

Gelingt es der IWC Maßnahmen gegen die verbrecherischen Methoden der Japaner zu unternehmen? Dies ist wohl die wichtigste Frage, die geklärt werden muss. Für die Wale ist zu hoffen, dass diese Frage in möglichst kurzer Zeit mit einem eindeutigem "ja" beantwortet wird. Es kann einfach nicht angehen, dass ein finanzstärkeres Land ein finanzschwaches erpresst, um Entscheidungen zu beeinflussen. Vor allem Länder wie die USA, Deutschland oder Großbritannien haben hier die Pflicht, etwas zu unternehmen. Diese Länder müssen ihrerseits Druck auf Japan, aber auch auf Norwegen ausüben, damit die illegale Arbeitsweise innerhalb der IWC gestoppt wird, aber auch damit der Walfang endlich ein Ende findet.

Leider befindet sich die IWC durch die oben erwähnten Geschehnisse in einer sehr schwierigen Situation und ist oftmals handlungsunfähig. Dieses lähmende Dasein fristen leider auch andere bedeutende Naturschutzgremien. Zwischen Profitdenken und einem wirklichen Willen, die Welt positiv zu verändern herrscht eine große Kluft…

Walfangnationen Heute

Japan und der Walfang

Japan umgeht das Walfangverbot von 1986, indem es behauptet, Wale nur zu wissenschaftlichen Zwecken zu fangen. Nach den „Untersuchungen“ an Bord der Walverarbeitungsschiffe werden die getöteten Wale jedoch zu fertigen Walgerichten, wie z.B. Walgulasch verarbeitet und supermarktgerecht verpackt. Seit Inkrafttreten des Moratoriums wurden für die japanische „Wissenschaft“ Tausende Großwale getötet. Da stellt sich zwangsläufig jedem klar denkenden Menschen die Frage: "Wie dumm müssen die japanischen Wissenschaftler sein, wenn sie so viele "Testobjekte" brauchen?" Auch beschloss die japanische Regierung, das 1994 geschaffene Walschutzgebiet in der Antarktis zu ignorieren.

Ergänzt wird das Warenangebot auf Japans Fischmärkten durch den Fang von Tausenden Kleinwalen und Delfinen alljährlich. Dall - Hafenschweinswale, Rundkopfdelfine, Grindwale, Große Tümmler, Blau -Weiße Delfine und sogar Baird-Wale stehen dabei vorrangig auf Japans Jagdliste. Seit Jahren steht ebenfalls der Fang von Delfinen in Japan am Pranger der Weltöffentlichkeit. Doch im Land der aufgehenden Sonne ignoriert man beharrlich sämtliche internationalen Proteste. Diverse Studien ergaben, dass der Verzehr der bejagten Delfine gesundheitliche Auswirkungen mit sich bringt, da Fleisch und Speck der Tiere stark mit Schadstoffen belastet sind. Weder die Grausamkeit dieser Jagd, noch die Gefährdung der eigenen Bevölkerung durch den Verzehr von Delfinfleisch wird in Japan berücksichtigt, wenn es darum geht, kommerzielle Gewinne zu erzielen. Delfine gelten seit langem in Japan als Konkurrenten der Fischer. Das in den vergangenen Jahren immer augenscheinlicher werdende Schwinden der Fischpopulationen durch die Überfischung hat das schlechte Verhältnis der japanischen Fischer zu den Delfinen noch erheblich verstärkt.

Durch DNA - Analysen stellte man auch fest, dass selbst das Fleisch geschützter Arten -z.B. Blauwalfleisch- auf dem japanischen Markt zu haben ist. Anderen Untersuchungen zufolge wurde auch in Hundefutter Walfleisch nachgewiesen.

Um die japanische Waljagd zu beenden, muss weltweit ein wirtschaftlicher Druck auf Japan ausgeübt werden. Dieser zu verachtende Umgang mit intelligenten Meeressäugetieren muss dringend von unserem Planeten verschwinden…

Ihre Mithilfe ist gefragt:

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit und protestieren Sie bei der japanischen Botschaft in Berlin gegen Japans Walfang, sowie gegen die Treibjagden auf Delfine und Kleinwale!!!

Botschaft von Japan 

Herr Botschafter Takeshi NAKANE

Hiroshimastraße 6

10785 Berlin

E- Mail: info@bo.mofa.go.jp




Norwegen und der Walfang

Genau wie die Japaner setzen sich auch die Norweger über alle Schutzbestimmungen für Wale hinweg und jagen diese weiter. Anders als Japan legitimiert Norwegen seine Waljagd jedoch nicht als "wissenschaftlichen" Walfang. Das Land hat nämlich Einspruch gegen das Moratorium eingelegt. Durch diesen Einspruch ist Norwegen nicht an die Beschlüsse gebunden. Die Fangquote für die jährliche Jagd setzt das zuständige Ministerium in Oslo selber fest und man kümmert sich nicht um die vielen internationalen Proteste. Zurzeit liegt die Jagdquote alljährlich bei ca. 1300 Zwergwalen. Es fehlen aber augenscheinlich Märkte für das Walfleisch. Die Tiefkühllager sind voll und es scheint nicht genügend Abnehmer zu geben. In den vergangenen Jahren wurden die erlaubten Quoten nicht voll ausgeschöpft. Norwegens Walfang schädigt bereits seit Jahren den internationalen Ruf des Landes. Der kommerzielle Walfang in Norwegen ist daher nicht länger zu akzeptieren und er besitzt zudem keine Notwendigkeit im 21. Jahrhundert. Auch Umweltverbände innerhalb Norwegens fordern immer häufiger ein „umweltverträgliches WHALE - WATCHING statt WHALE - KILLING". Man erkennt auch hier, welch enormes wirtschaftliches Potenzial in der Beobachtung von Meeressäugern liegt.

Ihre Mithilfe ist gefragt:

Bitte protestieren Sie bei unten stehenden Adressen gegen Norwegens Walfang!!!

Königlich Norwegische Botschaft

Herr Botschafter Sven Erik Svedman

Rauchstr. 1

10787 Berlin                                                                                                                                                                                                                                  

E-Mail: emb.berlin@mfa.no

 

The Norwegian Minister of Fisheries and Coastal Affairs

Lisbeth Berg-Hansen

P.O. Box 8118 Dep,

0032 Oslo

Telephone:(+47) 22 24 90 90

Fax:(+47) 22 24 95 85

E-Mail: postmottak@fkd.dep.no



Island und der Walfang

Walfang war und ist für Island ein besonderes Prestigeanliegen. Das Land mit nur etwa 300 000 Einwohnern scheint mit dieser Selbstbestimmten Jagd zeigen zu wollen, dass es seine inneren Angelegenheiten trotz aller öffentlichen Ablehnungen allein managt. Aus Protest gegen die Aufrechterhaltung des Walfangmoratoriums trat Island 1992 aus der Internationalen Walfangkommission aus. Im Oktober 2002 kehrte es jedoch äußerst umstritten als Mitgliedsstaat zur IWC zurück und kündigte direkt an, den "wissenschaftlichen" Walfang ab 2003 wieder aufzunehmen und ab 2006 auch wieder in die kommerzielle Jagd einzusteigen.

Die Fragen des Walfang sind ein sehr strittiges Thema, welches auch einem EU-Beitritt Islands im Wege steht. Neben Zwergwalen werden auch Finnwale, die zweitgrößte Walart unseres Planeten erlegt. Im Sommer 2011 drohten die USA Island mit Handelssanktionen, sollten die Isländer die Jagd nicht einstellen.

Von 1986 - 1989 führte Island schon einmal ein so genanntes "wissenschaftliches" Walfangprogramm durch, obwohl das bis heute gültige Moratorium (Walfangverbot) zu diesem Zeitpunkt bereits in Kraft getreten war. Der isländische Walfang in dieser Zeit hat weltweite Proteste und Boykotte hervorgerufen. Letztendlich führten internationaler Druck und Handelsboykotte gegen isländische Fischprodukte in den USA, Großbritannien sowie in Deutschland dazu, dass Island seinen Walfang vorerst einstellte.

Island ist eines der Top - Reiseziele für das Beobachten von Meeressäugern. Im kalten Wasser des Nordatlantiks sind Walarten, wie etwa Sei-, Finn-, Buckel-, Pott-, und Schwertwale vorzufinden. Selbst Blauwale, die größten Lebewesen unseres Planeten, werden zuweilen in den Gewässern angetroffen. Auch Delfine, sowie eine vielfältige Anzahl an diversen Seevögeln können beobachtet werden. Es handelt sich also um ein Paradies für Naturliebhaber. Es muss den verantwortlichen Politikern schnell bewusst gemacht werden, dass mit einem sanften Tourismus mehr Geld zu verdienen ist, als mit der längst überflüssigen Waljagd!!!

Ihre Mithilfe ist gefragt:

Fordern Sie die Einstellung sämtlicher isländischer Walfangaktivitäten. Weisen Sie auf Ihre Macht als mündiger Verbraucher hin. Denn Sie allein können entscheiden, wo sie ihren Urlaub verbringen und welche Produkte aus welchen Ländern Sie erwerben…!!!

Botschaft der Republik Island                                 

Herrn Botschafter S.E. Gunnar Snorri Gunnarsson

Rauchstraße 1

10787 Berlin 

E-mail: infoberlin@mfa.is

 

Fischereiminister

Herr Steingrimur J. Sigfússon

Skulagata 4

IS 150 Reykjavik

Iceland

E-Mail: postur@sjr.stjr.is oder steingrimur.j.sigfusson@slr.stjr.is

 

Premierminister

Herr Sigmundur Davíð Gunnlaugsson 

Stjórnarrádshúsinu vid Lækjartorg

150 Reykjavik

Iceland

E-Mail: postur@for.stjr.is



Dänemark und der Walfang

Das EU-Mitgliedsland Dänemark fällt alljährlich durch ein unverständliches und völlig absurdes Abstimmverhalten im Rahmen der Tagungen der Internationalen Walfangkommission auf. Hingegen Pro-Walschutzgedanken sämtlicher anderer EU-Mitgliedsstaaten hat Dänemark sein eigenes Bild vom Walfang. Dies liegt daran, dass auf den zu Dänemark gehörenden Färöer-Inseln sowie in Grönland noch Walfang betrieben wird.

Die Waljagd auf den Färöer-Inseln ist eines der blutigsten Schauspiele und sorgt seit jeher für weltweites Unverständnis. Hierbei werden ganze Schulen von Pilotwalen, welche an den Färöer-Inseln vorbeiziehen, mit Hilfe von Motorbooten in flache Buchten getrieben und dort getötet. Diese Art der Waljagd fand früher auch bei einigen anderen europäischen Küstenvölkern statt. Jedoch haben außer den Färingern sämtliche anderen Völker in Europa diese Jagd mittlerweile verboten oder aufgrund der nicht mehr gegebenen Notwendigkeit eingestellt. Die etwa 50.000 Bewohner der dänischen Färöer- Inseln erfreuen sich des selben Luxus, wie er im restlichen Europa Standard ist, wobei sie die Lebensmittel in erster Linie importieren, und wirtschaftlich auf den Export von Fisch und Fischprodukten angewiesen sind. Dänemark könnte für die Einstellung der Waljagd sorgen. Statt dessen unterstützt die dänische Regierung den Haushalt der Färinger mit Subventionen. Wenn man die dänische Regierung mit der Färinger Waljagd konfrontiert, verweist diese auf den besonderen Status der Inseln und deren Selbstverwaltung in inneren Angelegenheiten. Wir sagen ganz deutlich: Keine Subventionen für Walmörder!!! Und auch in Dänemark selbst wächst der Unmut gegen die färöische Waljagd. Bei Umfragen wird offenbar, dass die dänische Bevölkerung diese Jagd nicht wünscht…

Bei der Jagd gibt keine festen Quoten. Man tötet so viele Wale, wie man bekommen kann. Im Durchschnitt werden jedes Jahr bei verschiedenen „Jagdeinsätzen“ zusammen ca. 1500 Tiere getötet. Die Färinger fordern zu Recht von den westlichen Industrienationen weniger Schadstoffeinleitungen und einen besseren Schutz der Meere. Den Schutz der Bewohner der selben Meere dagegen sehen sie aber nicht ein. Mit Überschriften, wie etwa: "Wikinger im Blutrausch" oder "Der höchste Ausdruck menschlicher Verachtung für die Natur" wurde in der Vergangenheit von vielen Print/- als auch audiovisuellen Medien über die Jagd auf Pilotwale auf den Färöer - Inseln berichtet. Viele Fernsehanstalten zeigten bereits Aufnahmen, welche den Zuschauern verdeutlichten, dass diese Jagd an Perversion nicht zu überbieten ist. Man konnte unter anderem Walkadaver überall auf den Straßen liegen sehen. Selbst noch ungeborene Walkälber, welche man aus dem Leib der Mütter herausgeschnitten hatte, lagen (noch mit Nabelschnur) auf der Fahrbahn der Straße…

Ihre Mithilfe ist gefragt:

Senden Sie Ihren Protest gegen die Jagd auf Pilotwale an folgende Adressen!!!

Königlich dänische Botschaft

Herr Botschafter Per Poulsen Hansen

Rauchstraße 1

D-10787 Berlin

E-Mail: beramb@um.dk

 

Premierministerin

Frau Helle Thorning-Schmidt

The Prime Ministers Office

Christiansborg

Prins Jorgens Gard 11

1218 Copenhagen

E-Mail: stm@stm.dk

 

(Alle Adressen Stand - Februar 2012)



 

 

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